Jahresschlussandacht 2009

Schwäbisch Hall, 31. Dezember 2009

 

Evangelium: Mt 9,27-31

 

Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien:

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!

Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm.

Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann?

Sie antworteten: Ja, Herr.

Darauf berührte er ihre Augen und sagte:

Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.

Da wurden ihre Augen geöffnet.

Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in Acht! Niemand darf es erfahren.

Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

 

Ansprache

 

Die zwei Blinden verhalten sich genau so, wie wir es tun würden: Wer von Jesus berührt wurde, kann unmöglich schweigen!

Schließlich wurden ihnen die Augen geöffnet. Sehen zu können ist wunderbar!

 

Heute Abend beim Jahreswechsel schauen wir nach vorne! Was sehen wir?

Unsere Augen richten sich konzentriert auf die – sagen wir mal – 10 Minuten vor Mitternacht und die 10 Minuten danach.

In der Mitte wird es Punkt zwölf. Was läuten dann die Glocken, was verlautbaren sie, was verkünden sie?

 

Die Botschaft der Glocken unserer Kirchtürme lautet: Jesus hilft! Jesus von Nazaret wird im Neuen Jahr 2010 ganz gewiss weiterhelfen.

Wenn wir also im Neuen Jahr mehr sehen wollen, wenn wir möchten, dass sich unser Blick weitet, dann dürfen wir vertrauen, dass Jesus Christus uns nahe ist und uns berührt – immer und vor allem, wenn wir um Hilfe und Erbarmen schreien!

 

Die Glocken am Beginn des Neuen Jahres laden uns ein, zu glauben, dass Jesus uns helfen kann – und zwar in allem, was auf uns zukommen wird.

Jesus heilte die zwei Blinden, damit sie Augenlicht und Perspektive haben.

 

Liebe Mitchristen! Mit dieser christlichen Perspektive gehen wir ins Neue Jahr!

Das Erbarmen Jesu, des Sohnes Davids, gibt uns Licht, zu sehen, dass wir geliebt und gewollt sind. Jeder Mensch steht in der Obhut Gottes, er braucht nur nach Jesus zu schreien.

 

Die Glocken werden unseren Ruf verstärken, sie sind das Glaubensbekenntnis dieser Silvesternacht: Jesus von Nazaret, bleib bei uns, du allein kannst uns wirklich helfen.

 

In der Gemeinschaft mit Jesus gehen uns die Augen auf. Erzählen wir einander – in der ganzen Gegend und in unseren Gemeinden – Jesus ist da, der Immanuel, der treue Gott-mit-uns! In die Augen – in den Sinn, so wird unser Herz gefestigt und wir sehen gern in die Zukunft: in das Jahr des Herrn 2010!

 

 

Fürbitten

 

Jesus, Sohn Davids, wir bitten dich um dein Erbarmen:

 

  • Für alle Menschen auf dem weiten Erdkreis:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für alle, die Unterdrückung erleiden, die keinen Frieden haben und denen die Freiheit fehlt:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für alle, die sich ungeliebt fühlen oder die ausgeschlossen werden, und für alle, die einsam sind:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für alle, die in verschiedenen Schwierigkeiten stecken und die nicht mehr aus noch ein wissen:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für die ungewollt Schwangeren und die ungeborenen Kindern, dass sie Menschen begegnen, die ihnen helfen:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für die Natur bzw. die Schöpfung, dass wir neu auf sie achten und sehen lernen, wie alles in einem großen Zusammenhang steht:

Kyrie-Ruf gesungen

 

  • Für unsere Stadt, für die Glaubensgemeinschaften für unsere christlichen Gemeinden und für jeden Mitmenschen persönlich: um ein gutes Neues Jahr 2010.

Kyrie-Ruf gesungen

 

 

Überleitung zum Vaterunser:

Ein Hoheitstitel Jesu lautet: „Vater der Zukunft“. Das uns zugewandte Gesicht Gottes, des Vaters im Himmel, ist Jesus. Wenn wir zu ihm aufschauen, eröffnet sich in dieser Perspektive Zukunft für uns, da Gott ganz väterlich fürsorglich vorsorgt!

So lasst uns gemeinsam beten: Vater unser …

 

 

Pfarrer Karl Enderle, Schwäbisch Hall

 

zurück