Predigt zum Abschlussgottesdienst der Kinderbibelwoche

Schwäbisch Hall, 4. November 2012


Reihenfolge der zu vermittelnden Hauptmotive

  1. Gott ist da!

  2. Rettung: Er hilft aus der Not!

  3. Vertrauen! Urvertrauen

  4. Ermutigung! Mut tut gut!

  5. Gelingen! Gelingendes Leben – gemeinsam Feiern, Freude darüber.


Ermutigung zu vertrauen, so wird es gelingen

Mit Gottes Hilfe, der sein Volk liebt und nicht will, dass es untergeht.


Der persische König Artaxerxes liebte ausgiebige Feste.

Die Königin Waschti wurde auf einmal eigensinnig und verweigerte einen wichtigen Befehl des Königs.

Er fragte seine Berater. Diese rieten ihm, die Königin Waschti zu verstoßen.


Jetzt brauchte er eine neue Frau. Im ganzen Land wurde danach gesucht.

Auch Ester wurde ausgesucht und bevor sie dem König vorgestellt wurde, bekam sie eine außerordentliche Schönheitspflege (ein ganzes Jahr lang).


Und der König liebte Ester mehr als alle Frauen zuvor, und sie gewann seine Gunst und Zuneigung mehr als alle anderen Mädchen. Er setzte ihr das königliche Diadem auf und machte sie anstelle Waschtis zur Königin“ (Est 2,17).


Eines Tages fiel Mordechai, der Pflegevater von Königin Ester in Ungnade. Er weigerte sich, vor dem Ministerpräsidenten des Perserreiches, Haman, niederzufallen. Als gläubiger Jude machte er nur vor Gott eine Kniebeuge.


Haman war darüber aufs Äußerste erbost und plante aus Rache, dafür als Strafe das ganze jüdische Volk im Perserreich zu vernichten. Es gelang ihm den König Artaxerxes dazu zu überreden, dieser ließ ihn den Plan ausführen.


Der Termin zur Vernichtung wurde ausgelost. Das Los fiel auf den 13. Tag im zwölften Monat „Adar“.

Die Befehlschreiben zur Vernichtung der Juden wurden in alle persischen Provinzen verteilt.

Mordechai erfuhr von dieser großen Gefahr. Alle Juden fingen an, zu fasten, zu weinen, zu klagen und zu beten.


Auch Königin Ester erfuhr davon und ließ über Boten ihren Pflegevater Mordechai fragen, was los ist und was zu tun sei.

Mordechai ließ ihr ausrichten, sie solle zum König gehen, ihren Einfluss geltend machen und ihn um Gnade bitten.

Ester aber wusste wie jeder andere, dass niemand unbestellt zum König gehen konnte. Es war unter Höchststrafe verboten und nur erlaubt, wenn er selbst es befahl.


Bis jetzt hatte Königin Ester dem König noch nicht mitgeteilt, dass sie Jüdin ist und zum Volk der Juden gehört. Es war für sie also ein lebensgefährliches Risiko.

Trotzdem ermutigt sie Mordechai, dies zu tun, zum König zu gehen und ihren Einfluss geltend zu machen.


Er sagte zu Ester seine Vermutung, dass ihr gerade deshalb das Glück zukam, König geworden zu sein, damit sie jetzt im Auftrag Gottes umso besser ihrem Volk helfen könne.


Das leuchtet Ester ein und sie entschließt sich wagemutig, zum König Artaxerxes zu gehen. Sie verlangt aber von Mordechai, dass dafür alle Juden in Susa für sie fasten und beten.

Sowohl Mordechai als auch Königin Ester beten ganz fest zu Gott.


Was wird geschehen?


Sie lädt ihren Todfeind ein. Das erste Festmahl „bereitet“ den König und stärkt sein Interesse für Ester.

Beim zweiten Festmahl kann sie in Gegenwart Hamans ihre Aussage anbringen.


Pfarrer Karl Enderle

 

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