Erster Fastensonntag, Lesejahr C

Schwäbisch Hall, 17. Februar 2013


Einführung


Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Das Kreuz verbindet uns mit Gott und es verbindet die Menschen untereinander.

Diese Verbundenheit, die der Herr Jesus Christus gestiftet hat, sei mit euch!


Liebe Mitchristen,

manchmal fragen wir uns:

Warum hat Gott dies oder jenes zugelassen?

Warum habe ich dies oder jenes getan?

Warum ist dies oder jenes geschehen?

Schlussendlich münden alle Warum-Fragen ein

in die Frage und in den Schrei Jesu am Kreuz:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Dieses „Wort Jesu am Kreuz“ ist ursprünglich und realistisch.

Aber: Hing Jesus von Nazaret nicht deshalb am Kreuz,

wurde der Sohn Gottes nicht deswegen gekreuzigt,

ist nicht der Wille des Vaters darum geschehen,

damit die Warum-Fragen der Menschen auf Gott hin überbrückt werden können,

damit die Warum-Ereignisse in unserem Leben und in der Welt auf Gott hin vom Sohn gehalten sind, so dass wir nicht „durchfallen“ können?

Dieses unerklärliche „Warum“ mag geschehen,

aber viel mehr noch geschieht,

viel mehr noch ereignet sich,

viel mehr noch bewahrheitet sich in der Kreuzigung Jesu

die Verbundenheit der Menschen mit Gott,

die rettende, die befreiende, die erlösende Verbundenheit mit Gott,

dem Vater im Himmel.

Die Antwort auf das Warum ist also das Darum!

Warum nur – eben darum Jesus!

Darum auch Jesus in den Situationen der Versuchung,

denn er hat gegenüber dem Versucher sich als Meister erwiesen;

in der Verbundenheit mit ihm können auch wir den Meister des Glaubens machen.


Pfarrer Karl Enderle

 

zurück