Eucharistiefeier am 2. Sonntag im Jahreskreis,
Lesejahr C

Tauferinnerungsgottesdienst der Erstkommunionkinder

Schwäbisch Hall, 17. Januar 2010

 

Liebe Kommunionkinder!

 

Wenn eine Hochzeit gekommen ist, freut sich jeder. Ihr wart bestimmt auch schon mal zu einer Hochzeit eingeladen. Wie wir gehört haben, waren auch Jesus und seine Jünger zu einer Hochzeit eingeladen.

In der Schule habt ihr das Fach Deutsch. Da lernen wir die Rechtschreibung. Wie schreibt man das Wort: „Hochzeit“?

>>> …Antwort nennen lassen

 

Was ist, wenn wir es so schreiben: „Hoch-Zeit“?

(Liebe Erwachsene, dann meinen wir die „Qualität von Zeit“!) Dann meinen wir eine „besondere Zeit“. Was für eine Zeit könnte das sein?

 

>>> die Schulzeit …

Manchmal macht das Lernen doch so viel Freude, dass wir gar nicht merken, wie schnell die Zeit vergeht, und plötzlich tönt der Pausengong.

 

>>> die Zeit vor dem Fernseher

 

>>> die Zeit in der Natur

Ihr habt bestimmt in den Weihnachtsferien gemeinsam viele schöne Spaziergänge gemacht – und dabei auch Tiere beobachtet. In der Natur verdoppelt sich unsere Lebensfreude und die Tiere stecken uns damit an.

 

>>> die Zeit beim Spielen …

Ein richtig schönes Spiel ist es, wenn wir beim Spielen die Zeit vergessen.

(Liebe Erwachsene, wir haben oft Angst um unsere Zeit, ein Kind nicht!)

 

>>> Wann gibt es noch eine besonders schöne Zeit? Eine Hoch-Zeit“?

Denkt an das Taufzeichen, das wir vorher gemacht haben. Es erinnert – an Jesus!

Damals war Jesus mit seinen Jüngern bei einer Hochzeit – und heute?

Heute wird unsere Zeit zur Hoch-Zeit, zur hohen Zeit, ja zum Festtag, weil Jesus bei uns ist.

 

>>> Und wo sind seine Jünger?

Ja, das seid ihr, liebe Kommunionkinder! Ihr habt das Jesus-Zeichen gemacht.

 

>>> Noch jemand ist bei uns, die damals bei der Hochzeit in Kana auch dabei war.

richtig – die Gottesmutter!

Wenn die Mutter dabei ist, ist die Welt in Ordnung!

 

Wenn also Jesus bei uns ist und sogar zusammen mit seiner Mutter, dann wird unser Gottesdienst zum Hochzeitsfest.

 

Um das zu erkennen, müssen uns die Augen aufgehen. Das kann allein Gott machen! Wir können gemeinsam darum bitten!

 

Ihr wisst doch, wir Menschen haben zwei Augen. Geste vormachen

Aber eigentlich sehen wir mit dem Herzen! Geste nachmachen

 

Deswegen werden wir nachher noch singen: „Ich möchte mit dem Herzen sehen, so wie es Jesus getan hat. Schenk mir die Augen, Herr, mein Gott, zu sehen, du bist da!“

 

Liebe Mitchristen!

Das macht die Hochzeit aus!,

zu erkennen: Jesus ist da!

Jesus wandelt unsere Zeit

zur Hoch-Zeit!

 

Kommunion-Meditation

 

Bedenke, Mensch,

dass du ein Keimling bist

und dass die Wärme der Sonne

dich zum Sprossen bringt.

 

Bedenke, Christ,

dass du ein Getaufter bist

und dass die Gegenwart Christi

dich ihm ähnlich macht.

 

Bedenke, Mensch,

dass du ein Weizenkorn bist

und dass der Tod und die Auferstehung Christi

dich zur Verausgabung anstiftet.

 

 

Pfarrer Karl Enderle

 

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